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1

Kosmonauten der Liebe

(Musik: Georg Siegl Text: Rudi Karazman, Arrangement: Peter Vieweger)

Bolschoi Beat waren nicht nur fünf fesche Burschen. Mit uns waren auch die Gogos, tolle a capella Frauenband. Mit uns waren unsere Frauen, Freundinnen und Freunde.

BB war ein Familienunternehmen, getragen von Freude und Leidenschaft für eine bessere Welt.

Dieses Lied ist für jene, die wir lieben.

2

Rote Fahnen

(Musik und Arrangement: Peter Vieweger, Text: Rudi Karazman)

Wien wurde wiederholt die Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Schon in den 20er Jahren: Weltweit Leuchtturm als Rotes Wien. Um die Jahrhundertwende: Intellekt und Kunst lieferten sich olympische Spiele. 1870er Jahre: Welthauptstadt für Zuwanderung. Und die Kindeskinder der Zuwanderung wurden Kanzler, Minister oder Bürgermeister. Doch Faschismus und Rassismus haben viele und vieles zerstört. Wir wissen, was passieren kann. Es liegt an uns, ob nie mehr.

3

BARRIKADEN BRENNEN LANGSAM NIEDER

(Musik und Arrangement: Peter Vieweger, Text: Rudi Karazman)

Dieses Lied ist jenen aufrechten Menschen in der kommunistischen Bewegung Europas gewidmet, die ihr Leben und ihre Lebensqualität geopfert haben, damit es anderen besser geht. Als die Barrikaden der Oktoberrevolution abgeräumt, sollte die soziale Evolution der Sowjetunion beginnen. Es gab Eisenstein, Malewitsch, Zetkin. Vertov, Tatlin, Rodtschenko und auch Pawlow. Aber in Jahrzehnten der inneren Despotie und der äußeren Aggression durch Deutschland, Japan, England und den USA starben Millionen und Millionen. Aus diesem Gefängnis gelang die Befreiung nicht mehr. Doch der alte Traum lebt weiter. Die Evolution hat uns zu Wachstum, Gemeinsamkeit und Vielfalt „verdammt“. Und die Evolution liebt ihre Kinder.

4

BRANDINESA AM GÜRTELECK

(Text und Musik: Georg Siegl, Arrangement: Peter Vieweger)

1986 war auch die Zeit der großen Stadionkonzerte. Darunter Bruce Springsteen mit Geschichten aus dem Leben der Menschen. Vielleicht stand er Pate als 1986 Georg den „Brandinesa“ schrieb, der erste Song von BB. Ein Leben, wie man es auch heute antreffen kann. Hier, am äußeren Wiener Gürtel, irgendwo zwischen Otto-Wagner Brücke und Nußdorfer

5

HALLOWIEN (NEW YORK GRÜSST WIEN!)

(Musik: Georg Siegl, Text: Rudi Karazman, Arrangement: Peter Vieweger)

Oktober 1988. New York! Alles Halloween! Alles Orange. Alles voller Bats. Der Rückflug von New York nach Wien in einem gewaltigen Atlantik-Sturm. Der Pilot stieg höher und höher. Aber es wurde schlimmer und schlimmer. Kinder schrien, Gepäck flog runter, Essen war unmöglich. Rudi - mit genetisch bedingter Flugangst - schrieb um sein Leben den Text „Halloween“: Erlebtes New York als Tranquilizer zum Stillen der Angst.

6

U-BAHNFAHR’N IN MOSKAU

(Text und Musik Georg Siegl, Arrangement: Peter Vieweger)

Popaganda, ein Song aus 1988, als Perestrojka und Glasnost uns die Hoffnung schenkten, eine bessere Welt im Osten wird endlich möglich. Die U-Bahn in Moskau fährt in die schönsten Stationen der Welt. Warum nicht auch das Leben ihrer Fahrgäste? „U-Bahnfahren in Moskau“ war unser Lied an die Perestrojka, an Gorbi und Raissa, gebildet, klug und parteilich. Doch Glasnost zeigte: Nichts. Danke allen, die gerne und laut mitgesungen haben.

7

VATER UNSER

(Musik und Arrangement: Peter Vieweger, Text: Rudi Karazman)

Täglich Tausende Tote im Namen von „Gott“. „Gott“ wurde von Menschen erfunden, um andere zu verteufeln. Hunderte Millionen Menschen wurden Opfer des religiösen Rassismus. Am Scheiterhaufen, in Dachau oder im Internet. Daily new.

Religionen sind nicht gottgewollt.
Religionen sind nicht Gott gezollt.
Mensch dem Menschen: Verbot und Tod.
Religionen hat Gott nie gewollt.

8

JURI GAGARIN

(Text: Georg Siegl, Musik: Georg Siegl und Erwin Schuh, Arrangement: Peter Vieweger)

Gagarins Flug wurde zur Metapher für die Größe der Menschheit. Nach dem Wasser verließ die Evolution nun auch die Erde. Seine Größe machte uns alle größer. Juri war unsere Kindheit.
Wenn Mutter, Tante und ihre Freundinnen zusammensaßen, diskutierten sie eine wesentliche Frage der Raumfahrt: Wen von uns würde er heiraten?

Bonuspack: „Juri Gagarin“ live beim Anti-Opernball 1988
Nach der Jagd auf die Anti-AKW-Bewegung in Bayern vergnügte er sich am Opernball in Wien: Bayerns Franz Josef Strauß. Seine Menschenverachtung provozierte spontan eine Demonstration vor der Oper und die Wiener Polizei reaktionierte mit der Brutalität der deutschen Kollegen.
Der Tag des Opernballs blieb als Tag der Polizeigewalt im Gedächtnis der Stadt. Die Antwort war der jährliche Anti- Opernball. 1988 im Museumsquartier.

9

WEITERGEH’N 2014

(Musik: Georg Siegl, Text: Rudi Karazman und Georg Siegl, Arrangement: Peter Vieweger)

Ein Schritt vorwärts ist ein Gewinn. Auch ein Rückschritt ändert nichts an der schon erreichten Weite. Dieses Wand-Bild prägt das Martin Luther King Memorial in Atlanta. Bürger der USA auf ihrem Marsch nach Washington. Das Civil Rights Movement marschierte aus den Gefängnissen des Südens ins Weiße Haus. Wie der ANC in Südafrika baute die Bürgerrechtsbewegung in den USA eine Brücke zu einer besseren Welt, auf der wir gehen können. Und es wird weitergeh‘n, wenn wir weiter gehen. Mit altem Refrain und neuem Korpus - Weitergeh ́n 2014!

10

DER PRINZ VON HAVANNA

(Text und Musik Georg Siegl, Arrangement: Peter Vieweger)

Volksstimme-Fest. Lateinamerika-Dorf. Samstagabend. Der Leitspruch balzender Männer - „Liebe Deine Nächste wie Dich selbst“ - wurde zum Tanz geführt. Sie warben um die schönen freien Frauen. Verkleidet als Che Guevara oder Sandino. Die Balzphemie wuchs mit jedem Cuba Libre. Aber linke Frauen waren nicht nur schön, sondern auch sehr klug.

11

DRAUF STEIG MA NED EIN

(Musik und Text: Georg Siegl, Arrangement: Peter Vieweger)

Jeder ist der Star in seiner privaten Sit-Com. Eitelkeit, Vereinzelung, Egomanie. Das Leben ist nur für jene ein Spiel, welche die Bank halten und die Jetons verteilen. So fällt es nicht auf, wie hoch der Brotkorb für die ganz große Mehrheit hängt. So hat die Welt keine Zukunft. Und so wollen wir sie auch nicht.

12

KATJUSCHA

(Sowjetisches Traditional; Arrangement: Peter Vieweger)

Vor 100 Jahre plärrte es in Österreich: „Jeder Schuss ein Russ“. Antisemitismus und Antislawismus als Zwillinge der Reaktion im ersten wie im zweiten Weltkrieg. Unsere Väter brachten den Menschen in der Sowjetunion Mord und Totschlag, die Rote Armee uns die Befreiung. „Katjuscha“ war das Lied, welches die Burschen und Mädchen der Roten Armee auf ihrem langen und schrecklichen Weg nach Wien getröstet hat. Das Bild zeigt die Übergabe der Parlamentsschlüssel durch den General der Roten Armee an Staatskanzler Renner. In Erinnerung an die Millionen junger Männer und Frauen, die für unsere Freiheit starben.

„Katjuscha“ wurde 1938 von Michail Issakowski gedichtet und Matwei Blanter komponiert: Ein Liebeslied über die Sehnsucht der jungen Katjuscha für ihren Geliebten, der als Soldat in den Krieg ziehen musste. Die Beliebtheit des Liedes während der Kriegsjahre geht auf einen Studentinnenchor der Moskauer Industriehochschule zurück, der an die Front ausrückende Soldaten im Juli 1941 mit „Katju- scha“ verabschiedete. Text und Melodie verbreiteten sich im Widerstand gegen Krieg und Faschismus in ganz Europa. 1942 als italienisches Partisanenlied „Fischia il vento“, 1944 als Hymne der griechischen Widerstandsbewegung und 1945 die erste englisch- sprachige Version von Nat King Cole. Menschen aller Länder vereinigt.